Der Speierling (Sorbus domestica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Mehlbeeren (Sorbus, Eberesche) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er wird regional auch Spierling,
Sperberbaum oder Sperbelbaum genannt. Er gilt als Wildobstbaum und ist in seinem natürlichen Vorkommen eine der seltensten Baumarten in Deutschland; 1993 wurde der Speierling in Deutschland wegen
seines rückläufigen Bestandes zum Baum des Jahres gewählt.
Sowohl des festen schweren Holzes wie auch seiner – recht gerbstoffhaltigen – essbaren Früchte wegen war der Speierling im Mittelalter ein wichtiges Kulturgehölz.
Das Splintholz hat einen sandfarben bis rötlichen Farbton – dem der Elsbeere sehr ähnlich –, das Kernholz ist oft bräunlich abgesetzt, hart und zäh. Mit einem Trockengewicht von 0,88 g/cm³ ist es das schwerste europäische Laubholz. Es wird im Werkzeugbau und für den Bau von Musikinstrumenten (Dudelsäcke) geschätzt, zum Schnitzen und Drechseln verwendet, sowie als wertvolles Möbel- und Furnierholz (unter dem Namen „Schweizer Birnbaum“) gehandelt. Es wird als Baumaterial sowie Dachbedeckung verwendet.
Die Bildergalerie (per Klick vergrößern) zeigt einen erwachsenen Speierling im Burgenland, Österreich, das Blattwerk im Sommer und die Blattfärbung im Herbst sowie die Früchte, die Ähnlichkeit
mit Äpfeln haben, im Geschmack aber deutlich säuerlicher sind. Wenn man die Früchte an einem kühlen Ort lagert, bis sie überreif sind, sollen sie auch roh gut schmecken.
Sie erhalten bei uns 1-Jährige Sämlinge (Junge Pflanzen).
1/0 (einjährig, eingesät, nicht verpflanzt)
1x0 (einjährig pikiert)
Eigenschaften: Erträgt 2 Monate ohne Regen.
Nutzen: Elastisches Holz für Furniere, Kunsthandwerk, Innenausbau. Frucht für Säfte, Most, Edelbrände und Arzneien.